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©Alban v. Stockhausen
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Die Naga bewohnen die Hügelregionen
Nordostindiens, zwischen der Assamesischen Tiefebene und Burma (Myanmar).
Die zahlreichen ethnischen Gruppen zeichnen sich durch eine Jahrhunderte
alte Geschichte und einen einzigartigen kulturellen Reichtum aus, der
ausserhalb Indiens noch weitgehend unbekannt ist. Der indische
Bundesstaat Nagaland wurde erst 1963 geschaffen und ist erst seit
wenigen Jahren für ausländische Besucher überhaupt zugänglich. Bis heute
kämpfen die Naga für einen unabhängigen Staat der weit über die Gebiete
des heutigen Bundesstaats herausreicht.
Bereits im 19. Jahrhundert kam es zu ersten Kontakten zwischen der
britischen Kolonialmacht und den zahlreichen Nagastämmen, die wegen
Ihrer Kopfjagdtradition von den benachbarten Gruppen gemieden und
gefürchtet wurden. 1947, mit dem Abzug der Engländer wurden auch die
Nagagebiete Teil des neu geschaffenen indischen und burmesischen Staats.
Die verschiedenen Lokalkulturen wandelten sich seitdem stark,
insbesondere da Baptistische Missionare beinahe die gesamte Bevölkerung
vom animistischen Glauben zum Christentum konvertierten. Obwohl Nagaland
in mancher Literatur als gefährlich und sehr abgeschieden beschrieben
wird, ist es heute möglich die Region zu bereisen. Faszinierend ist
nicht nur die kulturelle Vielfalt der Gebiete sondern auch deren
einzigartige Flora und Fauna. Nordostindien gehört zu den Gebieten mit
der grössten Artenvielfalt weltweit.
Die mehr als 16 Nagagruppen unterscheiden sich nicht nur in Sprache,
Kleidung und Architektur. Die humorvollen Naga verfügen auch über
einzigartige Handwerkskünste, eine reichhaltige Folklore sowie eine
eigene Tanz und Musiktradition. Neben poetischen Liebesliedern, Kriegs-
und traditionellen Alltagsgesängen findet aber auch moderne Musik ihren
Platz. Für Menschen, die in der Vergangenheit als Kopfjäger bekannt
waren, sind die Nagas bemerkenswert warmherzig und sehr gastfreund-lich.
Mit unserer Reise möchten wir Ihnen einen Eindruck von Nagaland, dem
kulturellen Reichtum seiner Bewohner und der einmaligen Fauna und Flora
Nordostindiens vermitteln. Die Reise gibt uns Gelegenheit einen
Überblick über die bis heute noch weitgehend unbekannten Kulturen der
Naga zu bekommen. Zur Zeit finden im Museum der Kulturen Basel (bis 17.
Mai 2009) und im Völkerkundemuseum der Universität Zürich (bis 6. Sept.
2009) Ausstellungen zu den Naga statt.
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